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Achim Walder

Mobilität für Menschen - Ökomobil in der Zukunft !


Projekte - ÖV, Bahn-, Bus-, Rad- und Fußgängerverkehr

Im Rahmen zahlreicher ehrenamtlicher Tätigkeiten sowie in enger Zusammenarbeit mit Vereinen, Verbänden, Kommunen und Verkehrsunternehmen entwickelte Achim Walder über viele Jahre hinweg Projekte zu zentralen Fragen der Mobilität im ländlichen Raum. Dabei entstanden praxisnahe Untersuchungen, Konzepte, Studien und Fachvorträge, die sowohl wissenschaftlich fundiert als auch anwendungsorientiert waren. Ziel war stets, konkrete Verbesserungen für die Menschen vor Ort zu erreichen.
Ein wesentlicher Schwerpunkt lag auf dem öffentlichen Personennahverkehr in strukturschwachen Regionen. In Kooperation mit Verkehrsbetrieben, Städten und Gemeinden wurden Projekte wie AnrufSammelTaxi-Systeme, Bürgerbus-Modelle, das Semesterticket der Universität Siegen oder das JobTicket für Südwestfalen initiiert und begleitet. Auch Fragen des regionalen Güterverkehrs, der Infrastrukturentwicklung sowie innovativer Tarifmodelle – etwa Schüler-, Semester- oder Jobtickets – wurden konzeptionell bearbeitet.
Das Büro für integrierte Verkehrsplanung und Stadtentwicklung (BiVS) übernahm dabei vielfach die konzeptionelle und organisatorische Umsetzung. Durch ein breit gefächertes Netzwerk ergaben sich vielfältige Aufgabenfelder: von der GPS-Einmessung von Haltestellen über Bestandsaufnahmen an Bahnhöfen und Radwegen bis hin zu Verkehrszählungen auf Straßen und in Bahnhöfen sowie zur Analyse der Verkehrsmittelnutzung an der Universität Siegen. Ergänzend wurden Befragungen in Siegen, Kreuztal und Olpe durchgeführt, um fundierte Entscheidungsgrundlagen für Planungen zu schaffen.
Ein besonderes Augenmerk galt der anschaulichen Darstellung von Mobilitätsangeboten. Es entstanden Karten zu Haltestellen und Liniennetzen, verständliche Fahrplanbücher sowie Informationsmaterialien für Verkehrsunternehmen und Fahrgäste. Auch im Bildungsbereich setzte Achim Walder Impulse, indem er Projektwochen an Schulen zum Thema Verkehr organisierte und begleitete und damit frühzeitig ein Bewusstsein für nachhaltige Mobilität förderte.
Parallel zu diesen Projekten baute Achim Walder ein umfangreiches Informationsangebot für Reisende in Europa auf. Unter der Plattform Reisetipps-Europa.de stehen heute über 800 kostenlose Online-Reiseführer zur Verfügung. Sie bieten Hintergrundwissen, praktische Hinweise und Inspiration für Urlaubs- und Ausflugsziele in nahezu allen Regionen Europas – von Nord- und Ostsee über die Alpen bis in den Mittelmeerraum. Neben bekannten Sehenswürdigkeiten werden auch kleinere Städte, Dörfer, Naturdenkmäler und kulturelle Besonderheiten vorgestellt, die in klassischen Reiseführern oft kaum Beachtung finden. Das Angebot richtet sich an Individualreisende ebenso wie an Familien, Vereine und Gruppen, die bewusst und nachhaltig unterwegs sein möchten.
So verbinden sich in den Projekten von Achim Walder praktische Erfahrung, fachliche Kompetenz und bürgerschaftliches Engagement zu einem ganzheitlichen Ansatz. Sie zeigen, dass Mobilität im ländlichen Raum nicht dem Zufall überlassen bleiben muss, sondern aktiv gestaltet werden kann – wenn Ideen, Fachwissen und engagierte Menschen zusammenwirken.


Bürgerbus Projekte:

Bürgerbus Kreuztal

Bürgerbus Bad Laasphe

Bürgerbus Wenden

Bürgerbus Netphen


Personenbeförderungsgesetz §42 - §44 und Bürgerbus-Betrieb


Verkehrsuntersuchungen und Verkehrszählungen

Ortsumfahrung Bad Laasphe B62 - Stellungnahme des BUND Siegen-Wittgenstein

Planungen von Verkehrsmaßnahmen und Umbauten erfordern umfangreiche Datengrundlagen. Die folgenden Untersuchungen für Umweltverbände, Städte, Kommunen und Verkehrsunternehmen sollten diese aktuell und regionalbezogen liefern.. Für Straßenbauprojekte wurden die Fahrzeuge über mehrere Tage an verschiedenen Kontrollpunkten erfasst, für die UNI-Siegen die Belegungen und die Kennzeichen der Fahrzeuge auf den Parkplätzen. Im Auftrag von Kommunen wurden Verkehrsmittelwahl und Strukturanalysen durchgeführt. Für die Deutsche Bahn Station und Service wurden an 26 Punkten im Bahnhof die Zahl der Reisende in den Unterführungen, Ausgängen und Bahnsteigen für die Planungen des Umbaus des Hauptbahnhof Münster gezählt. Im Vorfeld der Einführung des Schülertickets in Südwestfalen wurde die Nutzung in Zügen erhoben. Auch Kundenmonitoring ergänzte den Aufgabenbereich der Datenerhebungen. (IW)


Infrastruktur für Bus und Bahn

Für verschiedene Verkehrsunternehmen des öffentlichen Verkehrs wurden die GPS-Koordinaten der Haltestellen für Fahrplanauskunftsysteme vermessen. Auch wurden die Ausstattung der Haltestellen mit Wartehalle, Barrierefreiheit, Beleuchtung, Sitzgelegenheiten und Infokästen erfasst. Für die Ausstattung mit neuen Haltestellenschildern wurden Datensätze für Aufträge zur Beschaffung neuer Systeme erstellt. Das BiVS übernahm auch die Bauausführung und Bauaufsicht. Für VCD und ProBahn wurden alle Bahnhöfe aus Sicht der Fahrgäste der Region Kreis Siegen-Wittgenstein und Kreis Olpe bewertet. An vielen Bahnhöfen und Bahnhaltepunkten zeigte sich ein Zustand, der heutigen Anforderungen an barrierefreie Zugänge nicht erfüllt. Mehrere Bahnhöfe liegen auch ausserhalb der Bebauung und somit ausserhalb sozialer Kontrolle. Es wurde deutlich, dass die Vorstellungen der Verkehrunternehmen und Infrastrukturunternehmen nicht immer mit den Wünschen der Fahrgäste übereinstimmen. (IW)


Untersuchungen für Bus und Bahn

Für Projekte, die die Bedingungen für den Öffentlichen Verkehr verbessern sollen sind aktuelle Daten wichtig. Für das Semesterticket der UNI-Siegen wurden mehr als 13.000 Studenten befragt. Nach erfolgter Einführung untersuchte das BiVS Nutzung und Akzeptanz durch die Studenten. Für Kommunen im ländlichen Raum, die der ÖV mit Linienbussen nicht ausreichend bedienen konnte, wurden neue Konzepte wie Anrufsammeltaxen und Bürgerbusse geprüft. Anrufsammentaxi--Systeme wurden nicht eingerichtet, jedoch fahren in vielen Regionen Südwestfalens seit 1990 Bürgerbusse mit großem Erfolg. Für den Verkehrsclub Deutschland wurde 2000 eine Untersuchungen zu ÖV Fahrplänen und Fahrplanbüchern durchgeführt mit dem Schwerpunkt Nutzbarkeit aus Fahrgastsicht. 2002 wurde ebenfalls für den VCD die Nutzbarkeit von Internetseiten unterucht. ## Alle Untersuchungen wurden in Stadt- und Kreisparamenten, sowie mit den Verkehrsunternehmen diskutiert. Viele Vorschläge wurden an die Planung übergeben und im Laufe der Zeit auch umgesetzt. (IW)


Haltestellenumgebungspläne

Haltestellenumgebungspläne bieten eine Übersicht über die Umgebung von öffentlichen Haltestellen und zeigen, welche Einrichtungen und Attraktionen in der Nähe zu finden sind. Sie sind oft in verschiedenen Sprachen verfügbar und bieten eine klare Übersicht über die Sehenswürdigkeiten, Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants und andere Einrichtungen in der Nähe der Haltestelle Sie können auch Informationen über Rad- und Fußwege sowie Parkmöglichkeiten geben. Die Pläne sind besonders hilfreich für Pendler und Touristen. Die Haltestellenumgebungspläne werden oft von den örtlichen Verkehrsunternehmen oder Tourismusbüros bereitgestellt und sind in der Regel kostenlos erhältlich. Sie können auch online abgerufen werden, um eine noch bequemere Planung zu ermöglichen. ## Leider ist jedoch ein erheblicher Aufwand notwenig, um diese Pläne immer auf einem aktuellen Stand zu halten. Leider wurden viele dieser Pläne nicht mehr veröffentlicht.(IW)


Haltestellenfunktionspläne

Für die Information der ÖV-Fahrgäste an größeren Umsteigehaltestellen ist es wichtig, darüber zu informieren, wo die Busse abfahren. Hierbei kommt es besondern auf eine gute Erkennbarkeit der Abfahrthaltestellen und Lesbarkeit an. Ein Haltestellenfunktionsplan enthält detaillierte Informationen über die verschiedenen Aktivitäten und Abläufe, die an einer bestimmten Haltestelle stattfinden. Der Plan enthält eine Karte, die den genauen Standort der Haltestelle zeigt. Außerdem werden Informationen über die Ausstattung der Haltestelle angegeben, wie Bahnsteige, Wartebereiche, Fahrkarten-automaten, Informationstafeln oder Fahrradabstellplätze. An den Umsteigehaltestellen sind sie an jedem Haltestellenmast montiert. Ebenso kann jeder Fahrgast sich vorab über das Internet diese Pläne aufrufen und sich schon vor Ankunft informieren. ## Diese Haltestelllenfunktionspläne müssen jedoch bei jeder Linien und Fahrplanänderungen aktuallisiert werden. Diese Aufwand ist jedoch erheblich und wird leide nicht immer durchgeführt.(IW)


Kreislinienpläne für Bus und Bahn

Die ÖPNV-Kreislinienpläne bieten eine Übersicht über die öffentlichen Verkehrsmittel in einem bestimmten Kreis oder einer bestimmten Region und zeigen die verschiedenen Linien, die verkehren. Sie sind oft in verschiedenen Sprachen verfügbar und bieten eine klare Übersicht über die Bus- und Bahnlinien in der Region und zeigen die Haltestellen, an denen die verschiedenen Linien halten, sowie die Route, die sie nehmen. Die Pläne sind besonders hilfreich für Pendler und Touristen. Sie ermöglichen eine schnelle und einfache Orientierung im öffentlichen Verkehrsnetz und helfen, eine Reise optimal zu planen. Die Kreislinienpläne werden oft von den örtlichen Verkehrsunternehmen oder Behörden bereitgestellt und sind in der Regel kostenlos erhältlich. Sie können auch online abgerufen werden, um eine noch bequemere Planung zu ermöglichen. (IW)


Stadtlinienpläne für Bus und Bahn

Auf einem ÖPNV-Liniennetzplan findet sich eine Übersicht über das öffentliche Nahverkehrsnetz der Stadt. Die verschiedenen Linien werden auf dem Plan farblich hervorgehoben und mit Nummern gekennzeichnet. Jede Linie hat ihre eigene Route und hält an bestimmten Haltestellen. Die Haltestellen sind auf dem Plan als kleine Symbole dargestellt. Um den Plan zu lesen, sucht man sich zunächst die Haltestelle aus, an der man sich befindet oder von der man starten möchte. An dieser Haltestelle findet man die Linien, die dort halten. Man folgt dann einfach der Linie in die gewünschte Richtung und sucht die Haltestelle, an der man aussteigen möchten. Die ÖPNV-Liniennetzpläne werden regelmäßig aktualisiert. Bei Fragen oder für weitere Informationen kann man sich an das örtliche Verkehrsunternehmen wenden oder dessen Website besuchen. (IW)


Taschenfahrpläne für Jedermann

Auf ÖPNV-Taktfahrplänen findet sich eine Übersicht über das Busnetz einer Stadt sowie ein Taktfahrplan, der zeigt, wann die Busse abfahren. Die Buslinien sind auf der Karte farblich hervorgehoben und mit Nummern gekennzeichnet. Jede Linie hat ihre eigene Route und hält an bestimmten Haltestellen, die auf der Karte als kleine Symbole dargestellt sind. Der Taktfahrplan gibt eine Übersicht über die Abfahrtszeiten der Busse an den Haltestellen entlang jeder Linie. Um die Karte und den Taktfahrplan zu lesen, sucht man sich zunächst die Haltestelle aus, an der man sich befindet oder von der man starten möchten. An dieser Haltestelle findet man die Linien, die dort halten, sowie die Abfahrtszeiten der nächsten Busse. Der Taktfahrplan gibt dabei immer Auskunft über die nächsten Abfahrtszeiten. (IW)


Tourismus ÖV Karten

ÖV-Tourismuskarten verbinden touristische Information mit einer klaren Darstellung des öffentlichen Verkehrsnetzes in einer Region. Sie zeigen übersichtlich, welche Bahn-, Bus- oder Straßenbahnlinien genutzt werden können, um Sehenswürdigkeiten, Ausflugsziele und kulturelle Highlights bequem und umweltfreundlich zu erreichen. Damit erleichtern sie die Planung von Tagesausflügen ebenso wie längeren Aufenthalten. Neben der grafischen Darstellung des Liniennetzes enthalten viele dieser Karten ergänzende Hinweise zu bedeutenden Attraktionen, Museen, Naturgebieten oder Veranstaltungsorten. Haltestellen und Bahnhöfe sind deutlich gekennzeichnet, oft ergänzt durch Umsteigepunkte, Taktangaben oder Tarifinformationen. Häufig sind die Karten mehrsprachig gestaltet und richten sich damit auch gezielt an internationale Gäste. Bereitgestellt werden ÖV-Tourismuskarten in der Regel von Verkehrsunternehmen, Verkehrsverbünden oder örtlichen Tourismusbüros. Sie stellen eine ideale Ergänzung zu klassischen Reiseführern dar und fördern eine nachhaltige Mobilität im Urlaub. Wer mit Bus und Bahn unterwegs ist, entdeckt die Region entspannt, vermeidet Parkplatzprobleme und trägt gleichzeitig zum Umwelt- und Klimaschutz bei.


Tourismuskarten

Tourismuskarten sind ein wichtiges Instrument zur Orientierung in touristisch attraktiven Regionen. Sie bieten einen übersichtlichen Gesamtblick auf Landschaft, Orte und Sehenswürdigkeiten und helfen Besucherinnen und Besuchern, sich schnell zurechtzufinden. Häufig sind sie mehrsprachig gestaltet und verbinden kartografische Darstellung mit kompakten Hintergrundinformationen zu kulturellen Highlights, Veranstaltungen und Freizeitangeboten. Auf den Karten sind Museen, historische Bauwerke, Parks, Aussichtspunkte, Wander- und Radwege sowie weitere touristische Attraktionen klar gekennzeichnet. Darüber hinaus enthalten sie praktische Hinweise wie Parkmöglichkeiten, Bahnhöfe und Bushaltestellen, Öffnungszeiten, Eintrittspreise oder Serviceeinrichtungen. Damit unterstützen sie nicht nur die Routenplanung, sondern erleichtern auch die spontane Entscheidung vor Ort. Bereitgestellt werden Tourismuskarten in der Regel von örtlichen Tourismusbüros, Kommunen oder regionalen Verbänden. Als Ergänzung zu digitalen Angeboten stellen sie nach wie vor ein wertvolles Informationsmedium dar, das eine anschauliche Planung ermöglicht und die Orientierung in der Region deutlich verbessert.


Aktionen Umwelt und Verkehr

Aktionen Umwelt und VerkehrWo sachliche Argumente allein nicht ausreichten, suchte Achim Walder gemeinsam mit engagierten Mitstreitern nach anderen Wegen, um Verbesserungen im Verkehrsbereich anzustoßen. Immer wieder zeigte sich, dass Bürgerinnen und Bürger dann besonders offen für Veränderungen sind, wenn sie unmittelbar betroffen sind und konkrete Vorteile erkennen. Durch Informationsveranstaltungen, Gespräche vor Ort, Unterschriftensammlungen und konstruktive Vorschläge gelang es, Unterstützung zu mobilisieren und politische Prozesse in Bewegung zu bringen. Auf diese Weise konnten zahlreiche Maßnahmen umgesetzt werden: die Einrichtung von Busspuren zur Beschleunigung des öffentlichen Verkehrs, Fahrplananpassungen und Angebotserweiterungen, Veränderungen von Linienwegen sowie die bessere Anbindung neuer Wohn- und Gewerbegebiete. Auch infrastrukturelle Verbesserungen wie die Neuanlage von Fuß- und Radwegen, zusätzliche Fahrradabstellanlagen, sichere Fußgängerüberwege, optimierte Ampelschaltungen und der Bau von Kreisverkehren zur Verkehrsberuhigung wurden realisiert. Darüber hinaus wurden erfolgreiche Projekte im Bereich Tourismus und Radverkehr angestoßen. Dazu gehörten die Planung und Ausschilderung von Radtouren, die Verbesserung der Wegweisung sowie die Einführung und Ausweitung der Fahrradmitnahme in Zügen. Diese Maßnahmen stärkten nicht nur die umweltfreundliche Mobilität, sondern auch die Attraktivität der Region für Einheimische und Gäste. Die Aktionen zeigen, dass Engagement, Ausdauer und die aktive Einbindung der Bevölkerung konkrete Veränderungen bewirken können – und dass nachhaltige Verkehrsentwicklung dort erfolgreich ist, wo Bürger, Verbände und Entscheidungsträger gemeinsam handeln.


Fahrrad Projekte

Fahrrad Projekte

Fahrradprojekte gewinnen in vielen Regionen zunehmend an Bedeutung, da sie unterschiedliche Ziele miteinander verbinden: Klimaschutz, Gesundheitsförderung, Lebensqualität und wirtschaftliche Impulse. Dabei richten sich die Initiativen sowohl an den Alltagsverkehr als auch an Freizeit- und Tourismusangebote. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Verbesserung der Fahrradinfrastruktur. Städte und Gemeinden investieren in sichere Radwege, markierte Radspuren, fahrradfreundliche Kreuzungen und gut erreichbare Abstellanlagen an Bahnhöfen, Schulen und Innenstädten. Ziel ist es, das Fahrradfahren sicherer, komfortabler und attraktiver zu gestalten, sodass mehr Menschen im Alltag auf das Rad umsteigen. Ergänzend werden Beleuchtung, Wegweisungssysteme und verkehrsberuhigte Zonen ausgebaut, um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Darüber hinaus spielt der Fahrradtourismus eine wichtige Rolle. In vielen Regionen werden thematische Radrouten entwickelt, die durch landschaftlich reizvolle Gebiete, entlang von Flüssen oder zu kulturellen Sehenswürdigkeiten führen. Diese Routen werden professionell ausgeschildert, kartografisch erfasst und in Broschüren sowie Online-Portalen beworben. Der Fahrradtourismus stärkt nicht nur nachhaltige Mobilität, sondern auch die regionale Wirtschaft durch Übernachtungen, Gastronomie und lokale Dienstleistungen. Ein weiterer Baustein sind Fahrradverleihsysteme, die in zahlreichen Städten eingeführt wurden. Sie ermöglichen eine flexible und umweltfreundliche Fortbewegung – sei es für Pendler, Touristinnen und Touristen oder Gelegenheitsnutzer. Moderne Systeme mit digitalen Buchungsmöglichkeiten und vernetzten Stationen erleichtern den Zugang und machen das Fahrrad zu einem selbstverständlichen Bestandteil des urbanen Mobilitätsmixes. Insgesamt zeigen diese Projekte, dass das Fahrrad ein zentraler Bestandteil nachhaltiger Verkehrsentwicklung ist. Durch gezielte Infrastrukturmaßnahmen, touristische Angebote und innovative Verleihsysteme kann der Radverkehr weiter gestärkt und als gleichwertige Alternative im Umweltverbund etabliert werden.


Touristische Reisen mit Bus und Bahn

Touristische Reisen mit Bus und Bahn

Viele Menschen sind im Alltag selbstverständlich mit dem Auto unterwegs und kennen die vielfältigen Möglichkeiten des öffentlichen Verkehrs für Freizeit und Tourismus kaum. Dabei bieten Busse und Bahnen eine hervorragende Gelegenheit, die eigene Region bewusst, nachhaltig und entspannt zu entdecken. Tourismusfahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln verbinden Umweltverantwortung mit Komfort und Erlebniswert. Bus und Bahn zählen zu den umweltfreundlichsten Verkehrsmitteln. Wer sie nutzt, trägt aktiv zur Reduzierung von CO₂-Emissionen bei und leistet einen Beitrag zum Klimaschutz. Gleichzeitig entfallen Stressfaktoren wie Staus, Parkplatzsuche oder hohe Parkgebühren. Stattdessen kann man sich zurücklehnen, die Landschaft genießen und die Fahrt selbst als Teil des Erlebnisses wahrnehmen. Gerade Bahnstrecken führen oft durch reizvolle Täler, über Brücken oder durch historische Orte, die vom Straßenverkehr aus kaum wahrgenommen werden. Zudem erschließen Bus- und Bahnlinien häufig Ziele abseits der bekannten Hauptattraktionen. Kleine Städte, Museen, Naturdenkmäler oder regionale Besonderheiten lassen sich bequem erreichen – oftmals direkt vom Bahnhof oder der Haltestelle aus. Spezielle Ausflugstarife oder Gruppentickets machen diese Form des Reisens häufig auch kostengünstiger als die Fahrt mit dem eigenen Pkw. Ein weiterer Pluspunkt ist der soziale Aspekt. Im Bus oder Zug ergeben sich leicht Gespräche mit Mitreisenden, aus denen wertvolle Hinweise und persönliche Empfehlungen entstehen können. Öffentliche Verkehrsmittel fördern Begegnung und Austausch – und damit auch ein lebendiges regionales Miteinander. Zahlreiche dieser Tourismusfahrten wurden in Kooperation mit der Volkshochschule Siegen, der Siegener Zeitung, dem Arbeitskreis Schienenverkehr Südwestfalen, dem Verkehrsclub Deutschland sowie verschiedenen Bürgerbusvereinen organisiert und durchgeführt. Sie zeigen praxisnah, dass nachhaltiger Tourismus nicht Verzicht bedeutet, sondern neue Perspektiven eröffnet – auf die eigene Region und auf umweltfreundliche Mobilität.


Reiseführer für Fahrrad, Bus und Bahn

Reiseführer für Fahrrad, Bus und Bahn

Aufgrund seiner fundierten Kenntnisse im Fahrrad-, Bus- und Bahnverkehr wurden im Auftrag von Bahngesellschaften, Touristikorganisationen sowie von Verbänden wie ADFC, VCD und BUND zahlreiche Reiseführer erarbeitet. Ziel war es, nachhaltige Mobilität und touristische Erlebnisse miteinander zu verbinden und Reisenden praxisnahe Orientierung zu bieten. In den 2000er-Jahren erschienen diese Werke zunächst in gedruckter Form und wurden über den Buchhandel sowie über Tourismusbüros vertrieben. Die Bahnreiseführer beschrieben detailliert Streckenverläufe, Brücken, Tunnel, Bahnhöfe und landschaftliche Besonderheiten entlang der Linien. Ergänzend wurden Hintergründe zur Geschichte der Strecken, technische Details und Hinweise zu Anschlussverbindungen aufgenommen. Die Rad- und Wandertourenführer enthielten neben ausführlichen Tourbeschreibungen topografische Karten mit allen relevanten Straßen und Wegen. Sämtliche im Text erwähnten Sehenswürdigkeiten waren kartografisch verzeichnet, sodass eine direkte Orientierung vor Ort möglich war. Alle Reiseführer wurden in einer Mindestauflage von 5.000 Exemplaren gedruckt. Einige Titel erforderten aufgrund der Nachfrage und zwischenzeitlicher Veränderungen Neuauflagen mit aktualisierten Inhalten. Damit wurde sichergestellt, dass Fahrplananpassungen, neue Radwege oder veränderte touristische Angebote stets berücksichtigt wurden. Heute stehen sämtliche Reiseführer zusätzlich in digitaler Form im Internet zur Verfügung. Sie können online abgerufen und bei Bedarf als individuelle Einzelanfertigung gedruckt werden. So verbindet sich die klassische verlegerische Tradition mit modernen Veröffentlichungsformen und ermöglicht weiterhin einen einfachen Zugang zu nachhaltigen Reiseinformationen.


Werbung für Bus und Bahn

Werbung für Bus und Bahn

Die Werbung für den öffentlichen Verkehr wird vielerorts noch immer unterschätzt, obwohl sie für den Erfolg neuer Angebote von zentraler Bedeutung ist. Häufig erfahren potenzielle Fahrgäste nur am Rande von neuen Buslinien oder Taktverbesserungen, weil attraktive Fahrplanflyer, gut sichtbare Aushänge oder begleitende Presseberichte fehlen. Ohne gezielte Kommunikation bleiben selbst gute Angebote unter ihren Möglichkeiten. Ein wichtiger Schritt wäre die Gestaltung ansprechender Fahrplanflyer, die nicht nur Abfahrtszeiten auflisten, sondern die Vorteile des öffentlichen Verkehrs klar und verständlich hervorheben: kurze Wege, verlässliche Anschlüsse, günstige Tarife, Umweltfreundlichkeit und Entlastung vom Individualverkehr. Übersichtliche Grafiken, klare Liniennetzpläne und eine einfache Sprache erleichtern den Zugang und senken Hemmschwellen. Auch digitale Formate – etwa leicht auffindbare PDF-Fahrpläne oder kurze Erklärvideos – können ergänzend eingesetzt werden. Ebenso entscheidend ist eine aktive Medienarbeit. Pressemitteilungen, Hintergrundberichte, Interviews mit Verantwortlichen oder Erfahrungsberichte von Fahrgästen können dazu beitragen, Aufmerksamkeit zu erzeugen und Vertrauen aufzubauen. Regelmäßige Präsenz in lokalen Zeitungen, im Radio oder auf kommunalen Internetseiten stärkt die Wahrnehmung des öffentlichen Verkehrs als selbstverständlichen Bestandteil des Alltags. Eine besonders wirkungsvolle Maßnahme könnte darin bestehen, anstelle reiner Eröffnungsfahrten mit politischen Vertreterinnen und Vertretern eine Aktionswoche mit kostenlosen Probefahrten anzubieten. So erhalten Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, das neue Angebot unverbindlich kennenzulernen und eigene positive Erfahrungen zu sammeln. Oft entsteht dauerhafte Nutzung erst durch persönliches Erleben. Auch bei Veranstaltungen wie Tagen der offenen Tür, Stadtfesten oder Schulfesten können Busse direkt vor Ort präsentiert werden. Kinder und Jugendliche könnten Fahrzeuge erkunden, Fahrerinnen und Fahrer kennenlernen und spielerisch an das Thema Mobilität herangeführt werden. Solche Aktionen fördern nicht nur neue Fahrgastpotenziale, sondern stärken langfristig das Bewusstsein für nachhaltige und umweltfreundliche Mobilität. Eine moderne, kreative und kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit ist somit kein Zusatz, sondern ein wesentlicher Bestandteil erfolgreicher Verkehrspolitik. Nur wenn Angebote sichtbar und erlebbar werden, können sie ihre volle Wirkung entfalten.


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