Mit mehr als 50 Gästen aus Verbänden, Politik, Wissenschaft und Verkehrsunternehmen feierte Achim Walder die Verleihung des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland als Anerkennung seines jahrzehntelangen Engagements für Umwelt, nachhaltige Mobilität und bürgerschaftliche Verantwortung. Vertreterinnen und Vertreter vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), vom Arbeitskreis Schienenverkehr Südwestfalen, vom Verkehrsclub Deutschland (VCD), vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC), von den Bürgerbusvereinen aus Kreuztal, Wenden, Bad Laasphe und weiteren Initiativen, vom Zweckverband Personennahverkehr Westfalen-Süd (ZWS), von den regionalen Verkehrsbetrieben, von der Universität Siegen sowie aus dem Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr NRW würdigten sein langjähriges Wirken. In ihren Grußworten hoben die Gäste besonders seine Ausdauer, seine Fachkompetenz und seine Fähigkeit hervor, Menschen für gemeinsame Ziele zu gewinnen. Über viele Jahre hinweg habe er auf zahlreichen Veranstaltungen, Fachtagungen und Diskussionsforen Impulse gesetzt und konkrete Verbesserungen im öffentlichen Verkehr angestoßen. In engagierten und mitreißenden Vorträgen verstand er es, komplexe Zusammenhänge verständlich darzustellen, Visionen zu formulieren und zugleich praktikable Lösungen aufzuzeigen. Dabei blieb es nie bei theoretischen Konzepten – seine Ideen wurden vor Ort umgesetzt und führten zu sichtbaren Fortschritten für eine umweltfreundliche und bürgernahe Mobilität in der Region.
Mit einem Zitat von Mahatma Gandhi eröffnete Landrat Andreas Müller im Dezember 2014 seine Laudatio zur Verleihung der Bundesverdienstmedaille an Achim Walder
„Das Ziel weicht ständig vor uns zurück. Genugtuung liegt im Einsatz, nicht im Erreichen. Ganzer Einsatz ist ganzer Erfolg.“
Diese Worte beschreiben in besonderer Weise das Wirken von Achim Walder: ein Leben voller Engagement für nachhaltige Mobilität, Umweltbewusstsein, soziale Verantwortung und bürgernahes Handeln – und das über mehr als fünf Jahrzehnte hinweg. Schon während seines Studiums in Bonn, Köln und Siegen verband er theoretisches Wissen mit praktischer Erfahrung. Als Straßenbahnfahrer bei den Bonner Verkehrsbetrieben gewann er unmittelbare Einblicke in den Alltag des öffentlichen Verkehrs und entwickelte ein tiefes Verständnis für die Bedürfnisse der Fahrgäste. An der Universität Siegen gründete er den Arbeitskreis Verkehr und setzte sich frühzeitig für konkrete Verbesserungen ein. Die Einführung des Semestertickets, zusätzliche Busverbindungen, verlegte Haltestellen und neue Fahrradabstellanlagen waren sichtbare Ergebnisse seines beharrlichen Einsatzes. Damit zeigte er, wie aus studentischem Engagement nachhaltige strukturelle Veränderungen entstehen können. Zugleich wurde deutlich, dass Mobilitätspolitik immer auch Standort- und Lebensqualitätspolitik ist. Im Laufe der Jahre entwickelte sich Achim Walder zu einem gefragten Berater, Verkehrsplaner und Referenten, insbesondere mit Blick auf die Herausforderungen des ländlichen Raums. 1990 gründete er das Büro für integrierte Verkehrsplanung und Stadtentwicklung. Dort entstanden Gutachten und Konzepte für Anrufsammeltaxis, Bürgerbusmodelle, barrierefreie Haltestellen und vernetzte Mobilitätsangebote. Sein Ansatz war stets ganzheitlich: Bus, Bahn, Radverkehr und ehrenamtliche Initiativen sollten sinnvoll ineinandergreifen. Er engagierte sich in zahlreichen Nichtregierungsorganisationen wie VCD, ProBahn, ADFC, BUND, DJH und der Bürgerinitiative Pro-Johannlandbahn. Besonders prägend war der ehrenamtliche Aufbau und die Leitung von Bürgerbusvereinen in Kreuztal, Bad Laasphe, Wenden und Netphen. Damit schuf er konkrete Verbesserungen für ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen und stärkte zugleich das bürgerschaftliche Engagement in der Region. Auch im sozialen Bereich setzte er nachhaltige Impulse, etwa durch die Mitgründung der Siegener Tafel sowie durch seine langjährige Jugendarbeit. An der Clara-Schumann-Gesamtschule Kreuztal und anderen Schulen organisierte er Projektwochen zu Fahrrad- und Bahnverkehr, leitete Modellbahn-AGs und vermittelte jungen Menschen technische und ökologische Zusammenhänge mit Begeisterung und Praxisnähe. In seiner Laudatio würdigte Landrat Andreas Müller insbesondere Achim Walders Fähigkeit, Menschen zu gewinnen, Netzwerke zu knüpfen und Ideen in konkrete Projekte zu überführen: „Beharrlichkeit, Frusttoleranz und die Fähigkeit, sich nicht ablenken zu lassen – das sind Charakterstärken, die Achim Walder in besonderer Weise auszeichnen.“ Diese Eigenschaften haben sein langjähriges Wirken geprägt und wesentlich dazu beigetragen, dass Visionen Schritt für Schritt zu gelebter Realität wurden.
Auch der frühere Landrat Paul Breuer fand lobende Worte für den Geehrten:
„Ich habe seinen Mut und seine Energie immer bewundert. Bürger, die nicht nur Ideen haben, sondern auch Menschen gewinnen und Projekte umsetzen, nötigen mir tiefen Respekt ab – auch wenn man nicht immer am gleichen Strang gezogen hat.“
Mit diesen Worten unterstrich er, dass engagierte Persönlichkeiten wie Achim Walder nicht nur durch ihre Konzepte überzeugen, sondern vor allem durch ihre Tatkraft und ihre Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Unterschiedliche Positionen und kontroverse Diskussionen seien dabei Teil eines lebendigen demokratischen Prozesses gewesen – entscheidend sei jedoch stets das gemeinsame Ziel geblieben, tragfähige Lösungen für die Region zu entwickeln. Die Verleihung der Bundesverdienstmedaille würdigte somit nicht nur eine beeindruckende Lebensleistung, sondern auch die nachhaltige Wirkung dieses Engagements. Sie steht für ein Wirken, das andere inspiriert, selbst aktiv zu werden, Verantwortung zu übernehmen und Veränderungen mitzugestalten. Achim Walder verkörpert das Beispiel eines Menschen, der Visionen beharrlich verfolgt, Netzwerke knüpft und aus Ideen konkrete Projekte formt. Sein Einsatz zeigt eindrucksvoll, dass nachhaltige Mobilität, gesellschaftliches Miteinander und praktischer Umweltschutz keine abstrakten Begriffe bleiben müssen, sondern im Alltag sichtbar und wirksam gelebt werden können.
Elfrun Bernshausen, Ingrid Walder, Achim Walder, Landrat Andreas Müller (c) Walter Schindler
Stefan Weh, Lennart Lüders, Jürgen Eichel, Elisabeth Deutschmann, Patrick Werner, Achim Walder, Uwe Maaßen, Rolf Mecke, Bernd E. Jürgens-Samm (VCD-Landesvorstand) (c) Walter Schindler
Gerhard Pelz, Hella Pelz, Achim Walder, Rudi Boden (Bürgerbus Wenden) (c) Walter Schindler
Dr. Bernhard Kraft, Achim Walder, Elfrun Bernshausen, Elisabeth Kramer, Hans-Dieter Haase (Bürgerbus Kreuztal) (c) Walter Schindler
Holger Poggel, Achim Walder, Norbert Schmidt (ADFC Landes-/Kreisverband) (c) Walter Schindler
Rolf Mecke (VCD), Achim Walder, Markus Stirnberg (ZWS) (c) Walter Schindler
Ines Schulte-Wilder (BUND), Achim Walder, Ulrich Banken (BUND) (c) Walter Schindler
Horst Günter Linde, Stefan van Stiephaudt, Achim Walder, Frank Oppermann, Markus Stirnberg, Ulrich Banken (c) Walter Schindler
Elfrun Bernshausen (stellv. Bürgermeisterin Stadt Kreuztal) hob Achim Walders jahrzehntelanges, unermüdliches Engagement für die vielfältigen verkehrspolitischen Aufgaben in der Kommune hervor. Bereits in den 1980er Jahren setzte er sich in der SPD-Fraktion als Vorsitzender des Arbeitskreises Verkehr mit großer Sachkenntnis und Weitblick für eine nachhaltige Ausrichtung der örtlichen Verkehrspolitik ein. Sein Ziel waren stets praktikable Lösungen für die Bürgerinnen und Bürger – von einer besseren Busanbindung über sichere Radwege bis hin zu langfristigen Konzepten für eine umweltfreundliche und lebenswerte Stadtentwicklung. Besonders würdigte sie die Gründung des ersten Bürgerbusvereins in der Region und die erfolgreiche Umsetzung dieses Projekts. Mit Überzeugungskraft, organisatorischem Geschick und großem ehrenamtlichem Einsatz entstand ein dauerhaft tragfähiges Mobilitätsangebot, das beispielhaft für gelebtes bürgerschaftliches Engagement steht. Der Bürgerbus habe nicht nur die Mobilität vor Ort nachhaltig verbessert, sondern auch weit über die Stadtgrenzen hinaus Impulse gesetzt. Achim Walder trug die Bürgerbus-Idee konsequent in die gesamte Region weiter. In Neunkirchen, Bad Laasphe, Netphen, Erndtebrück, Hilchenbach, Nümbrecht und Wenden unterstützte er Initiativen bei Planung und Aufbau eigener Vereine. In mehreren Kommunen übernahm er selbst Verantwortung als Gründungsvorsitzender und begleitete die Projekte von der ersten Konzeptentwicklung über Genehmigungsverfahren bis hin zum operativen Start des Fahrbetriebs. Dabei gelang es ihm, Ehrenamtliche zu gewinnen, verlässliche Strukturen aufzubauen und die Zusammenarbeit mit Kommunen sowie Verkehrsunternehmen konstruktiv zu gestalten – stets mit dem Ziel, insbesondere älteren und mobilitätseingeschränkten Menschen im ländlichen Raum eine sichere und verlässliche Anbindung zu ermöglichen. Auch überregional machte er die Bürgerbus-Idee bekannt. Auf Fachtagungen in ganz Deutschland stellte er das Modell als beispielhafte Form bürgerschaftlicher Selbstorganisation vor. Selbst auf internationaler Ebene, unter anderem bei einer Konferenz an der Manchester University, präsentierte er das Konzept und zeigte, wie ehrenamtlich getragene Mobilitätsangebote erfolgreich in bestehende Verkehrssysteme integriert werden können. Damit entwickelte sich die Bürgerbus-Initiative aus Südwestfalen zu einem anerkannten Beispiel innovativer Nahverkehrslösungen.
Professor Dr. Bernward Engelen (Universität Siegen) würdigte Achims Arbeit als Vorsitzender des „Arbeitskreis Verkehr an der UNI-Siegen“, in dem Studierende, Professorinnen und Professoren, Beschäftigte der Universität, Vertreter der Stadt Siegen sowie die Verkehrsunternehmen gemeinsam Lösungen entwickelten. Zentrale Herausforderungen waren die erhebliche Parkraumnot, zunehmender Suchverkehr und eine unzureichende Anbindung mit Bus und Bahn. Durch seinen beharrlichen Einsatz wurde das SemesterTicket als erste Verbundfahrkarte in Südwestfalen eingeführt, Busangebote wurden ausgeweitet, Haltestellen verlegt und mehrere hundert zusätzliche Fahrradabstellplätze geschaffen. Darüber hinaus setzte sich Achim Walder für eine nachhaltige Campusentwicklung ein. Ein wichtiges Element war die von Professor Dr. Hanns M. Sauter angeregte und schließlich umgesetzte fußläufige Verbindung der Universitätsgebäude am Haardter Berg. Diese Maßnahme stärkte die innere Vernetzung des Campus, verkürzte Wege, förderte die Aufenthaltsqualität und reduzierte zugleich den inneruniversitären Autoverkehr. Statt eines weiteren Parkhauses wurden ein neuer Hörsaal und ein Gästehaus realisiert – ein deutliches Signal für eine zukunftsorientierte Hochschulplanung. Damit zeigte sich, dass vorausschauende Verkehrspolitik nicht nur Mobilität verbessert, sondern auch die strukturelle Entwicklung einer Universität nachhaltig mitgestalten kann.
Iko Tönjes (VCD Landesvorstand): Unser heutiges Vorstandsmitglied war lange Jahre Landessprecher in Nordrhein-Westfalen. Ihm war stets wichtig, dass der ländliche Raum als gleichwertiger Bestandteil der Verkehrspolitik wahrgenommen wird – als notwendiges Gegengewicht zu den großen Metropolregionen Ruhrgebiet und Köln-Düsseldorf. Er betonte, dass nachhaltige Mobilität nicht an den Stadtgrenzen enden dürfe, sondern gerade in dünner besiedelten Regionen verlässliche, bezahlbare und gut vernetzte Angebote brauche. Achim Walder habe sich in diesem Sinne mit großer Beharrlichkeit für integrierte Verkehrskonzepte eingesetzt, die Bus, Bahn, Bürgerbus und Radverkehr sinnvoll miteinander verknüpfen. Besonders hob Iko Tönjes hervor, dass Achim stets bereit war, Verantwortung zu übernehmen – in Gremien, Arbeitskreisen und Diskussionen – und dabei nie den Blick für praktikable Lösungen verlor. Sein Engagement habe wesentlich dazu beigetragen, dass Themen wie Taktverdichtungen, Bürgerbusstrukturen, Fahrgastbeiräte und eine stärkere Vernetzung der Regionen dauerhaft auf der landespolitischen Agenda verankert wurden.
Jürgen Eichel (VCD Landesvorstand) hob besonders den frühen und vorausschauenden Einsatz digitaler Kommunikation durch Achim Walder hervor. Zu einer Zeit, als Internet und E-Mail in Verbänden noch keineswegs selbstverständlich waren, nutzte er diese Instrumente konsequent für die landesweite Vernetzung. Rundschreiben, Positionspapiere, Terminabstimmungen und fachliche Diskussionen wurden elektronisch koordiniert und dadurch deutlich effizienter organisiert. Was heute selbstverständlich erscheint, war damals ein innovativer Schritt, der die Arbeitsweise des Verbandes nachhaltig modernisierte, Ehrenamtliche stärker einband und die Zusammenarbeit im ganzen Land erleichterte. Zugleich verband Achim Walder seine verkehrspolitische Arbeit stets mit konkreten Angeboten für die Öffentlichkeit. Für den VCD Nordrhein-Westfalen erarbeitete er unter anderem die Reiseführer „NRW mit Bus und Bahn entdecken“ sowie „50 sehenswerte Burgen und Schlösser in NRW“. Diese Publikationen zeigten praxisnah, wie sich touristische Ziele komfortabel und umweltfreundlich erreichen lassen, und fanden auch im Buchhandel große Beachtung. Damit wurde klimafreundliche Mobilität über den Kreis der Fachleute hinaus einem breiten Publikum nahegebracht. Darüber hinaus engagierte er sich intensiv in der fachlichen und organisatorischen Verbandsarbeit. Er initiierte VCD-Fachtagungen, etwa zum Integralen Taktfahrplan, und organisierte Tourismustage zum sanften Reisen mit Bus, Bahn und Fahrrad. Zudem betreute er VCD-Präsentationen auf Publikumsmessen wie der RailTec und vertrat dort engagiert die Anliegen nachhaltiger Verkehrspolitik. So verband er Fachkompetenz, Öffentlichkeitsarbeit und praktische Umsetzung zu einem wirkungsvollen Gesamtansatz.
Ines Schulte-Wilde und Ulrich Banken (BUND Kreisverband) betonten, dass Achim Walder den BUND über viele Jahre hinweg kompetent und engagiert in sämtlichen Verkehrsthemen vertreten habe. Ob es um regionale Bahnverbindungen, Busangebote im ländlichen Raum, Tariffragen oder umweltfreundliche Mobilitätskonzepte ging – er habe stets fachlich fundiert argumentiert und die ökologischen Zielsetzungen des Verbandes klar eingebracht. Bereits vor rund 15 Jahren initiierte er im Namen des BUND eine Interessenvertretung der Bus- und Bahnnutzer in Südwestfalen. Dieses Gremium war bewusst breit angelegt: Neben engagierten ÖPNV-Nutzerinnen und -Nutzern wirkten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft mit, ebenso Entscheidungsträger aus dem Aufsichtsrat der VWS sowie Vertreter der Verkehrsunternehmen. Damit entstand frühzeitig ein Dialogforum, das unterschiedliche Perspektiven zusammenführte und konkrete Verbesserungen anstoßen sollte. Im Grunde war dies schon damals der Versuch, einen regionalen Fahrgastbeirat zu etablieren – lange bevor solche Beteiligungsformen verbreitet waren. Achim Walder habe damit gezeigt, dass nachhaltige Verkehrspolitik nur im Austausch aller Beteiligten gelingen könne und dass konstruktiver Dialog ein entscheidender Schlüssel für Fortschritt im öffentlichen Nahverkehr ist.
Günter Linde und Otto Wunderlich (Arbeitskreis Schienenverkehr Südwestfalen) betonten gemeinsam Achims langjähriges und konsequentes Engagement für den Erhalt der Bahnstrecken nach Bad Berleburg und Bad Laasphe. In Zeiten, in denen Stilllegungen und Ausdünnungen des Angebots immer wieder zur Diskussion standen, habe er mit fachlicher Argumentation, Ausdauer und öffentlicher Präsenz für die Bedeutung dieser Verbindungen gekämpft. Dabei ging es ihm nicht nur um den Erhalt bestehender Infrastruktur, sondern um eine echte Perspektive für den regionalen Schienenverkehr als Rückgrat nachhaltiger Mobilität im ländlichen Raum. Er brachte sich in zahlreiche Gremien, Arbeitskreise und Abstimmungsrunden auf kommunaler und regionaler Ebene ein, suchte das Gespräch mit politischen Entscheidungsträgern, Verkehrsunternehmen und Planungsbehörden und trug dazu bei, tragfähige Konzepte für Taktverdichtungen, bessere Anschlüsse und moderne Fahrzeuge zu entwickeln. Sein Engagement habe maßgeblich dazu beigetragen, das Bewusstsein für die strategische Bedeutung dieser Strecken zu schärfen und ihre Zukunft langfristig zu sichern. Günter Linde und Otto Wunderlich hoben hervor, dass Achim Walder stets verbindend gewirkt habe – als sachkundiger Vermittler zwischen Bürgerinitiativen, Politik und Verkehrsunternehmen. Durch seine kontinuierliche Präsenz in regionalen Gremien sei es gelungen, dem Schienenverkehr in Südwestfalen eine stärkere Stimme zu geben und die Interessen der Fahrgäste nachhaltig zu vertreten.
Ingo Müller-Kurz vom ADFC Siegen hob in seiner Würdigung besonders hervor, dass Achim Walder selbst dann mit großem Engagement für den Radverkehr eingetreten ist, wenn er sich nicht als „klassischer Intensivradfahrer“ verstand. Entscheidend war für ihn stets das Ziel, nachhaltige Mobilität als Gesamtsystem zu denken und Radverkehr selbstverständlich in regionale und landesweite Verkehrskonzepte einzubinden. Über mehr als acht Jahre hinweg war Achim Walder – neben seinem Engagement im VCD, im BUND und bei ProBahn – Vorsitzender des ADFC Siegen. Darüber hinaus wirkte er mehrere Jahre im ADFC-Landesverband Nordrhein-Westfalen sowie in verschiedenen Gremien und Arbeitskreisen auf Bundesebene ehrenamtlich mit. Seine Mitarbeit reichte bis in Ausschüsse von Behörden und in Anhörungen auf Landesebene, wo er praxisnahe Impulse für eine bessere Verzahnung von Rad, Bus und Bahn einbrachte. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Verbindung von Alltagsmobilität und Fahrradtourismus. Maßgeblich engagierte er sich für Projekte wie „Siegtal Pur“, eine weithin beachtete Rad-Großveranstaltung, bei der die Strecke von der Quelle der Sieg im Rothaargebirge bis zur Mündung in den Rhein bei Bonn für einen Tag dem motorisierten Verkehr entzogen wird. Dieses Ereignis steht beispielhaft für seine Idee, Regionen erlebbar zu machen und gleichzeitig ein starkes Signal für umweltfreundliche Mobilität zu setzen. In enger Zusammenarbeit mit verschiedenen ADFC-Verbänden entstanden zudem zahlreiche Radtourenführer und Konzepte für touristische Regionen, darunter das Romantische Rheintal, das Siegtal, das Lennetal sowie die Regionen Bonn und Umgebung, Siegen-Wittgenstein und das Sauerland. Auch überregionale Routen wie der RuhrtalRadweg wurden in seine Planungen und Veröffentlichungen einbezogen. Ergänzend dazu initiierte und veröffentlichte er kostenlose Online-Reiseführer für Radreisen entlang von Mosel und Main sowie kombinierte Rad-und-Bahn-Touren, beispielsweise mit dem Biggesee-Express oder dem Rothaar-Express. Damit verband Achim Walder konsequent Tourismusförderung, regionale Wertschöpfung und umweltfreundliche Mobilität. Sein Engagement zeigte, dass Radverkehr nicht nur Freizeitaktivität ist, sondern ein wichtiger Baustein moderner Verkehrs- und Regionalentwicklung – getragen von ehrenamtlicher Initiative, fachlicher Kompetenz und der Fähigkeit, Partner über Verbands- und Regionsgrenzen hinweg zusammenzuführen.
Klaus-Dieter Wern, Geschäftsführer und Inhaber der Verkehrsbetriebe Westfalen-Süd (VWS), konnte an der Veranstaltung nicht persönlich teilnehmen, ließ jedoch seine herzlichen Glückwünsche zur Verleihung übermitteln. Er betonte seine große Freude über die Auszeichnung und würdigte die langjährige, stets konstruktive Zusammenarbeit mit Achim Walder seit der Gründung der ersten Bürgerbusvereine in Südwestfalen. Besonders hob Herr Wern das ehrenamtliche Engagement hervor, das in der heutigen Zeit keineswegs selbstverständlich sei. Der Aufbau und die Begleitung der Bürgerbusprojekte zeigten beispielhaft, wie bürgerschaftlicher Einsatz und professionelle Verkehrsunternehmen erfolgreich zusammenwirken können. Dieser Einsatz verdiene hohe Anerkennung und Respekt. Zugleich unterstrich er, dass auch heute noch gute und vertrauensvolle Beziehungen bestehen. Der offene Austausch, das gegenseitige Verständnis für unterschiedliche Rollen und die gemeinsame Verantwortung für eine leistungsfähige Mobilität in der Region bilden weiterhin eine tragfähige Grundlage für Zusammenarbeit und Weiterentwicklung des öffentlichen Verkehrs in Südwestfalen.
Dr. Heinz Schaldach, ehem. Vorstandsvorsitzender VWS-Siegen konnte an der Veranstaltung nicht persönlich teilnehmen, ließ jedoch herzliche Grüße und seine Anerkennung übermitteln. In seiner Botschaft wünschte er Achim Walder weiterhin viel Erfolg und würdigte dessen langjähriges, unermüdliches Engagement für den öffentlichen Personennahverkehr im Siegerland. Er betonte, dass Achim Walder mit Fachkenntnis, Beharrlichkeit und konstruktiver Dialogbereitschaft wesentlich zur positiven Entwicklung des ÖPNV in der Region beigetragen habe. Viele Verbesserungen in Angebot, Vernetzung und öffentlicher Wahrnehmung seien auch seinem kontinuierlichen Einsatz zu verdanken. Für diese Leistungen sprach Dr. Schaldach seinen persönlichen Dank und seine hohe Wertschätzung aus.
Achim Walder betonte in seinen Dankesworten, dass seine jahrzehntelange Arbeit nur durch die enge Zusammenarbeit mit zahlreichen Verbänden, Mitstreitern und Unterstützern möglich gewesen sei. Viele Projekte seien aus gemeinsamen Ideen entstanden und hätten sich erst durch Teamarbeit, Vertrauen und gegenseitige Unterstützung erfolgreich entwickeln können. Sein Dank galt allen Weggefährten, die ihn über viele Jahre begleitet, inspiriert und tatkräftig unterstützt haben – den engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den fachkundigen externen Beraterinnen und Beratern sowie den zahlreichen ehrenamtlich Aktiven aus Verbänden wie VCD, ADFC, BUND und ProBahn. Ebenso würdigte er die konstruktive Zusammenarbeit mit politischen Partnern aus SPD, F.D.P. und Bündnis 90/Die Grünen. Ihre Ideen, kritischen Anregungen, offenen Diskussionen und ihre Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, hätten maßgeblich dazu beigetragen, dass aus Konzepten konkrete und tragfähige Projekte wurden. Ohne dieses breit gefächerte Netzwerk aus engagierten Menschen, Fachleuten und Institutionen wären viele Initiativen nicht realisierbar gewesen. Ganz besonders hob Achim Walder die Unterstützung seiner Frau Ingrid Walder hervor. Ohne ihre Geduld, ihr Verständnis und ihre kontinuierliche Begleitung im Hintergrund hätte er die Vielzahl der Projekte in dieser Form nicht durchführen können. Sie habe ihn über Jahrzehnte hinweg mitgetragen, gestärkt und in schwierigen Phasen ermutigt. Ein ebenso besonderer Dank galt Sebastian Walder, der viele Vorhaben mit organisatorischem Einsatz und neuen Impulsen begleitet habe. Gemeinsam mit Ingrid Walder habe er entscheidend dazu beigetragen, dass aus Ideen langfristig tragfähige Strukturen entstanden. Ohne ihre kontinuierliche Unterstützung, ihre fachliche Begleitung und ihre Bereitschaft, auch im Hintergrund Verantwortung zu übernehmen, wären viele dieser Projekte nicht möglich gewesen.
Ebenso Dank an:
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