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Achim Walder

Mobilität für Menschen - Ökomobil in der Zukunft !


Sanfter Tourismus
Urlaub und Freizeit mit der Natur

Reisen gehört seit jeher zum Leben der Menschen. Doch erst mit dem Massentourismus wurde vielen deutlich, wie stark Urlaub und Freizeit Natur, Landschaft und Klima belasten können. Genau hier setzt die umfangreiche Dokumentation „Sanfter Tourismus – Urlaub und Freizeit mit der Natur“ an: Sie versteht sich als praxisnahe Orientierungshilfe für alle, die unterwegs sein möchten, ohne dabei die Umwelt unnötig zu schädigen. Grundlage sind eigene Erfahrungen aus rund 25 Jahren Bahn- und Busurlaub mit der Familie, ergänzt durch viele Quellen, Beispiele und Berichte weiterer „alternativer“ Reisender. Das Ergebnis ist eine Sammlung aus Fakten, Hintergründen und über 200 konkreten Urlaubsbeispielen aus verschiedenen Regionen, ergänzt um Adressen von Veranstaltern und Tourismusbüros. Ziel ist nicht Belehrung, sondern Motivation: Jeder kann anhand eines kleinen Selbsttests prüfen, wie „sanft“ der letzte Urlaub wirklich war – und daraus Konsequenzen für die nächsten Reisen ableiten.

Ein Schwerpunkt der Dokumentation liegt auf den Problemen des Tourismus, insbesondere auf der Rolle des Verkehrs. Die Sehnsucht nach Ruhe, Natur und Erholung wird oft mit dem Auto ausgelebt – mit Stau, Lärm, Flächenverbrauch und hoher Schadstoffbelastung als Begleiterscheinungen. „Freie Fahrt“ ist längst nicht mehr selbstverständlich, und gerade die Flucht aus zubetonierten und zugelärmten Städten macht deutlich, wie wertvoll naturnahe Räume sind. Gleichzeitig eröffnet diese Entwicklung Chancen: Regionen können den Nah- und Tagesausflugstourismus gezielt fördern, wenn vor Ort attraktive ÖPNV-Angebote, Netzkarten, organisierte Radtouren und gute Informationen bereitstehen. Besonders anschaulich werden die Umweltwirkungen über Vergleiche von Luftschadstoffausstoß und Klimabelastung pro Personenkilometer – einschließlich der besonderen Problematik des Flugverkehrs, dessen Emissionen in großer Höhe eine überproportionale Wirkung entfalten. Damit verbindet die Dokumentation ökologische Grundlagen (Klima, Luftschadstoffe, Schadstoffausstoß nach Verkehrsmitteln) mit Fragen der Mobilität: Warum reisen Menschen? Wie wählen sie Verkehrsmittel? Und wie kann diese Entscheidung umweltfreundlicher beeinflusst werden?
Im Kapitel „Reisen und Urlaub“ wird die Realität des Urlaubsverkehrs greifbar gemacht. Werbung wie „Wir machen Ihr Auto fit für den härtesten Job des Jahres: Ihren Urlaub“ steht sinnbildlich für die Dominanz des Pkw. Die Dokumentation zeigt, wie stark sich Urlaubsverkehrsmittel, Reisemotive, Reiseziele und Ausgaben entwickeln – und wie groß der Einfluss dieser „Reisewelle“ auf Umwelt und Infrastruktur ist. Dabei wird auch die psychologische Seite nicht ausgeblendet: Viele entscheiden nach Bequemlichkeit. Gleichzeitig wird überzeugend argumentiert, dass gut geplante Reisen mit Bahn, Bus, Fahrrad oder zu Fuß oft erholsamer sind, weil sie ohne Stau, Parkplatzstress und Hektik auskommen – und weil sie die Landschaft wieder zum Erlebnis machen. Ein weiterer zentraler Baustein ist das Tourismusmanagement von Regionen. Hier geht es darum, wie Orte und Betriebe Verantwortung übernehmen können – durch Umweltstandards, Umweltsiegel, Wettbewerbe und Initiativen. Die Dokumentation ordnet zahlreiche Siegel und Auszeichnungen ein, vergleicht Kriterien und zeigt, warum solche Instrumente funktionieren können: Sie verschaffen Betrieben mit Umweltqualität einen Wettbewerbsvorteil, regen zur Nachahmung an und können gleichzeitig Betriebskosten senken. Ergänzt wird dieser Teil durch Beispiele für umweltorientierte Tourismusstrategien, von lokalen Projekten bis zu überregionalen Wettbewerben.
Besonders praxisnah sind die umfangreichen Teile zu autofreien Urlaubsformen und zur „Urlaubsmobilität“ ohne eigenes Auto. Vorgestellt werden autofreie Urlaubsorte und -regionen, autofreie Erlebnistage sowie Beispiele zeitweiser Sonntagssperren. Sie zeigen, wie stark Aufenthaltsqualität und Naturerlebnis steigen, wenn der Autoverkehr reduziert wird – und wie gut sich solche Maßnahmen als touristische Attraktion und als Beitrag zum Klimaschutz verbinden lassen. Darauf aufbauend folgen ausführliche Kapitel zu Urlaub mit der Bahn, mit dem Schiff, mit dem Fahrrad und zu Kombinationen von Fahrrad mit Bahn, Bus oder Schiff. Hier finden sich zahlreiche Ideen: von Netzkarten und Sondertarifen über Gepäckservices, Kombitickets und touristische Bahnangebote bis zu klassischen und modernen Tourismuszügen. Auch Beispiele aus dem Ausland verdeutlichen, wie attraktiv Bahnreisen sein können – vom Nachtzug bis zu landschaftlich eindrucksvollen Strecken. Der Fahrradteil der Dokumentation zeigt das Spektrum von der Reiseplanung über Infrastruktur und Wegweisung bis hin zu Themenrouten, Flussradwegen und organisierten Touren. Radurlaub wird dabei nicht nur als Sport, sondern als entschleunigte Entdeckungsform verstanden – mit unmittelbarem Zugang zu Landschaft, Orten und Kultur. Ergänzend werden Formen des „Urlaubs zu Fuß“ beschrieben, ebenso wie besondere Anforderungen und Angebote für Rollstuhlfahrer und Menschen mit Behinderungen, um barrierearme Erholung zu ermöglichen. Abgerundet wird das Gesamtwerk durch Übersichten zu Daten und Fakten, Literaturhinweisen, Publikationsverzeichnissen, Unterkünften (z. B. Jugendherbergen, Naturfreundehäuser, Schullandheime) sowie eine große Adresssammlung im In- und Ausland.


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