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Achim Walder

Mobilität für Menschen - Ökomobil in der Zukunft !


Arbeitskreis Verkehr an der UNI-Siegen

Arbeitskreis Verkehr an der UNI-Siegen

In den Jahren zwischen 1990 und 2000 setzte sich der Arbeitskreis Verkehr unter dem Vorsitz von Achim Walder intensiv für eine grundlegende Verbesserung der Verkehrssituation an der Universität Siegen ein. Hintergrund war die zunehmende Verkehrsbelastung im Umfeld des Haardter Bergs: täglich wachsender Autoverkehr, zugeparkte Straßen, blockierte Einfahrten und Fußwege sowie massive Beschwerden der Anwohner machten deutlich, dass die bestehende Verkehrsanbindung der Hochschule nicht ausreichte. Während seines Physikstudiums an der Universität Siegen erlebte Achim Walder diese Situation unmittelbar. Die eskalierenden Probleme führten 1990 zur Gründung des Arbeitskreises Verkehr. Das Gremium war bewusst breit aufgestellt: Neben Studierenden engagierten sich auch Vertreterinnen und Vertreter der Beschäftigten, Professorenschaft, Hochschulverwaltung, Verkehrsunternehmen sowie der Kommunalpolitik. Ziel war es, tragfähige und langfristige Lösungen für eine nachhaltige Mobilität an der Hochschule zu entwickeln. Zu den ersten Maßnahmen gehörte 1991 eine umfassende Umfrage zur Verkehrsmittelnutzung. Rund 10.000 Fragebögen wurden ausgewertet – eine für damalige Verhältnisse außergewöhnlich breite Datengrundlage. Die Ergebnisse belegten den dringenden Handlungsbedarf und lieferten die Basis für konkrete Maßnahmen. Ein Meilenstein war 1993 die Einführung des Semestertickets für rund 15.000 Studierende der Universität Siegen – eines der frühen Modelle in Deutschland. Es verbesserte nicht nur die Erreichbarkeit der Hochschule, sondern reduzierte auch spürbar den Pkw-Verkehr. In der Folge wurde zusätzlich ein JobTicket für die Region angestoßen.

Weitere Erfolge innerhalb der zehnjährigen Arbeit des Arbeitskreises waren:

– Einrichtung von Frauenparkplätzen
– Neuordnung und Optimierung der Buslinienführung zum Haardter Berg
– Durchgehende Busverbindungen vom Bahnhof Siegen sowie aus Siegen-Bürbach und Netphen – Einrichtung von drei neuen Haltestellen auf dem Universitätsgelände – Verhinderung eines ursprünglich geplanten Parkhauses (heutiger Standort des UNI-Gästehauses)
– Einrichtung einer universitären Mitfahrzentrale sowie der Aktion „Grüner Klecks“
– Schaffung von rund 400 zusätzlichen Fahrradabstellplätzen
– Neugestaltung und Verbesserung der Verbindungswege zwischen den Universitätsgebäuden

Durch diese Maßnahmen wurde die Verkehrssituation nachhaltig entschärft und eine umweltfreundlichere Mobilitätsstruktur etabliert. Der Arbeitskreis stellte 1997 – nach Umsetzung der zentralen Ziele – seine Arbeit ein. Einzelne Themen wurden anschließend von der universitären Öko-AG weitergeführt. Der Vorstand des Arbeitskreises dankte allen Studierenden, Beschäftigten, Professorinnen und Professoren, der Hochschulverwaltung, den Verkehrsunternehmen sowie den politischen Entscheidungsträgern für die konstruktive Zusammenarbeit. Die Erfahrungen aus diesem Jahrzehnt zeigten eindrucksvoll, dass durch Engagement, fundierte Analysen und kooperative Abstimmung auch komplexe Verkehrsprobleme im Hochschulbereich erfolgreich gelöst werden können.

Weitere Infos unter Arbeitskreis Verkehr an der UNI Siegen


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