Zeit für den Abschied !

Die Zeit für den Abschied aus dem VCD-NRW Landesvorstand ist gekommen !

Wurde vor 40 Jahren bei der Entwicklung und Realisierung von neuen Verkehrskonzepten noch wenig Rücksicht auf die Umwelt genommen, so müssen sich heute alle aktuellen Verkehrsplanungen an ihren Auswirkungen auf Natur und Umwelt messen lassen.
In der Region Siegen-Wittgenstein gründete ich mit viel Erfolg die Interessenvertretung der Bus- und Bahnbenutzer Südwestfalen und die Fahrradinitiative Kreuztal-Hilchenbach. Vor 25 Jahren folgte ich einer Einladung von VCD-Mitglied Thomas Reinke zu einer VCD-Veranstaltung in Siegen. Es war ein interessanter Abend und ich wurde auch gleich als Vertreter der Region zur VCD-LDV gesendet. Stefan van Stiephaut schlug mich als Beisitzer zum NRW-Landesvorstand vor. So begann meine Arbeit beim VCD. Nach 9 Monaten bin ich auch VCD-Mitglied geworden und habe danach den VCD-Kreisverband der Region gegründet. Für den VCD-Landesverband war ich über viele Jahre als Beisitzer und Sprecher tätig.
In dieser langen Zeit habe ich viele verlässliche Mitstreiter gefunden. Sie alle aufzuzählen wäre eine lange Liste. Einige möchte ich jedoch gerne nennen: Iko Tönjes, Uwe Maaßen, Jürgen Eichel, Peter Temps, Stefan Weh und Rolf Mecke aus dem Landesvorstand. Ralf Bayerlein, Georg Deppe, Lothar Ebbers, Prof. Dr. Bernward Engelen, Dirk Flege, Udo Fröhlich, Hinrich Kählert, Günter Linde, Prof. Dr. Heiner Monheim, Frank Oppermann, Günter Padt, Werner Reh und Michael Ziesak waren gute Gesprächspartner zu Verkehrsthemen. Besonders möchte ich mich bei Iko Tönjes, Jürgen Eichel, Rolf Mecke und Stefan van Stiephaut für ihr Kommen zu meiner Feier nach Siegen 2014 bedanken.
Auf Kongressen, in Arbeitskreisen, auf Tagungen von ADAC, ADFC, BUND, ProBahn, ACE, im Arbeitskreis Schienenverkehr, bei den Verkehrsunternehmen, Verkehrsverbünden, in Fahrgastbeiräten und bei Firmen konnte ich viele Fachinformationen sammeln, die ich als VCD-Referent im In- und Ausland sowie auf Exkursionen von ausländischen Fachbesuchergruppen in Deutschland als Reiseleiter gut verwenden konnte. Für VCD-Mitglieder und Touristen war es immer eine Freude, die Bahnreisen in die Schweiz, nach Frankreich und in andere Regionen durchzuführen und Möglichkeiten aufzuzeigen ohne Auto zu reisen. Hier gilt mein Dank besonders Stefan Weh, der mich bei einigen Veranstaltungen unterstützt hat.
Wie einige wissen, habe ich in den 30 Jahren auch in den anderen Umwelt/Verkehrsverbänden wie BUND, ADFC, ProBahn, bei Bürgerbussen, im Arbeitskreis Verkehr der UNI-Siegen, bei der Siegener Tafel, usw. auf Kreis und Landesebene gearbeitet. Versuche den ADAC von innen in seiner Ausrichtung zu ändern, habe ich nach 2 Jahren aufgegeben. Parteien waren auch weitgehend beratungsresistent.
Viele Projekte konnte ich mit verschiedenen VCD- und VCS-Aktiven umsetzten. Dazu zählen der ÖPNV-Liniennetzplan für den Märkischen Kreis, die Region Siegen-Wittgenstein und Olpe, den Padersprinter sowie VCD-Radtourenführer Ruhr, Hellweg, Märkisches Sauerland, Rothaarbahn und BiggeseeExpess, die VCD-Wanderführer Region Bonn, Kreis Olpe, Siegen-Wittgenstein und der InterReg-Bahnreiseführer Zürich-Bozen. Beim Aufbau von Bürgerbus-Systemen konnte ich oft auf die Hilfe von VCDlern vor Ort zurückgreifen. Hier geht mein Dank an die VCD-Aktivien, ohne die diese Projekte nicht hätten verwirklicht werden können.
Einige von euch werden sich sicher an unsere erfolgreiche Zusammenarbeit und Projekte erinnern.
Nicht umsetzten ließen sich Projekte zur Mitgliedergewinnung. Hier waren die Widerstände auf der VCD-Bundesebene und der Fairkehr-Redaktion zu groß. Aber eine Neuausrichtung des VCD wäre hier dringend notwendig, ein neues VCD-Logo reicht da nicht.
Dem VCD-Landesvorstand und dem VCD-Landesverband wünsche ich weiterhin viel Erfolg bei der Umsetzung der Verkehrswende.
In meiner Restlebenszeit werde ich mich jetzt mehr meinen anderen Interessen widmen. Es gibt 3 Enkel, den Verlag, das Verkehrsplanungsbüro, das Reisemagazin und Eisenbahnmagazin im Internet, Bürgerbusse, die Programmierung von Vereinsmodelleisenbahnanlagen und den ADFC, BUND, VCD in der Region.
Besonderer Dank gilt meiner Ehefrau Ingrid. Sie hat es mir überhaupt erst ermöglicht, die ehrenamtlichen Aktivitäten mit viel Zeitaufwand in den letzten 30 Jahren zu verfolgen.
Nochmal Dank an alle, die mich als kompetente Partner und Freunde in dieser Zeit begleitet haben. Ihr werdet mir immer in guter Erinnerung bleiben, man geht ja niemals so ganz !