zur Person

Mehr als 40 Jahre Einsatz für die Mobilität von Menschen – das kennzeichnet den Lebensweg Achim Walders.
Wurde vor 40 Jahren bei der Entwicklung und Realisierung von neuen Verkehrskonzepten noch wenig Rücksicht auf die Umwelt genommen, so müssen sich heute alle aktuellen Verkehrsplanungen an ihren Auswirkungen auf Natur und Umwelt messen lassen.
Achim-Walder1951 in Großbritannien geboren, lernte er schon früh Eisenbahn und Fährverkehr auf den privaten Reisen nach Deutschland kennen. Vieles war noch im Wiederaufbau nach 1945. Waren zu dieser Zeit Bahn und Bus noch die Hauptverkehrsmittel, verstärkten sich in den 1960er Jahren der Motorisierte Autoverkehr und der Straßengüterverkehr. Diese Entwicklung gipfelte in der Aussage von Verkehrsminister Leber, dass kein Bundesbürger es weiter als 10 km zur nächsten Autobahn haben sollte, und in den Stilllegungen vieler Kilometer Bahnstrecken.
Bereits als Schüler wurde ihm bewusst, dass mehr Einfluss auf diese politischen Entscheidungen genommen werden müsste. Und während seiner Studentenzeit lernte er den ÖPNV in Bonn nicht nur als Fahrgast, sondern auch im Straßenbahnfahrdienst der Bonner-Verkehrsbetrieben auf den Linien 1 und 2 kennen.

Im weiteren Verlauf seiner Studienzeit engagierte sich Achim Walder in den folgenden Organisationen, die sich alle für umweltverträgliche Mobilität einsetzen.

  • Arbeitskreis Verkehr an der UNI-Siegen (ab 1990)
    Während seines Physik-Studiums an der UNI Siegen eskalierten dort die Verkehrsprobleme durch zugeparkte Straßen, Einfahrten und Fußwege im nahen und weiteren Umfeld des Universitätsgeländes. Diese Situation motivierte ihn, den Arbeitskreis Verkehr an der UNI-Siegen zu gründen, der neben Studenten auch mit Vertretern der Beschäftigten und Professoren der Hochschule besetzt war. Mit diesem Gremium gelang schließlich die Einführung des SemesterTickets und in der Folge auch eines JobTickets für die Region.

Aus der erfolgreichen Arbeit Achim Walders mit Politik, Verwaltung und Umwelt-Verkehrsverbänden entstanden viele interessante und innovative Projektideen, von denen zahlreiche realisiert werden konnten.
Schnell wurde in der Zusammenarbeit mit Umwelt- und Verkehrsverbänden ebenfalls deutlich, dass sich gemeinsam die Durchsetzungsfähigkeit der Anliegen verbesserte. Er engagierte sich durch aktive Mitarbeit in Vorständen auf Kreis-, Landes- und Bundesebene sowie in Fachausschüssen.

  • Verkehrsclub-Deutschland (ab 1993)
    Mit dem VCD realisierte er im Kreis Siegen-Wittgenstein und im VCD-Landesvorstand verschiedene Projekte zu umweltverträglicher, sicherer und gesunder Mobilität mit Bus und Bahn im ÖPNV sowie Projekte zum Güterverkehr. Mit den 55.000 Mitglieder konnten verschiedene Ziele für das sinnvolle und konfliktfreie Miteinander der verschiedenen Verkehrsmittel und Verkehrsteilnehmer verwirklicht werden.
    Nach mehr als 16 Jahren im Landesvorstand wurde Achim Walder auf der VCD-NRW-Landesdelegiertenversammlung 2017 in Düsseldorf verabschiedet.
  • Allgemeiner Deutscher Fahrradclub (ab 1992)
    Das Fahrrad als Verkehrsmittel, auch zur Arbeit, wird immer wichtiger. Im ADFC fand er Mitstreiter in der Region Siegen-Wittenstein und im ADFC-Landesvorstand. Einige Verbesserungen konnten vor Ort erreicht werden.
  • Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (ab 1993)
    Dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) steht Achim Walder als Mitglied bis heute mit Rat und Tat zu Verkehrsfragen zur Verfügung. Nahverkehrspläne und Bundesverkehrswegepläne erläutert er mit seinem Fachwissen, um die Zusammenhänge aufzuzeigen. Mit seinem Einsatz für umweltverträgliche Mobilität arbeitet er daran, Konflikte zwischen den Mobilitätswünschen der Autofahrer und dem  Schutz unserer Natur und Umwelt – damit die Erde für alle, die auf ihr leben, bewohn­bar bleibt, zu lösen.
  • ProBahn NRW (ab 2014)
    Für Fahrgastrechte ist der Fahrgastverband ProBahn mit seinen Mitgliedern ein gefragter Ansprechpartner. In der Region Südwestfalen nimmt Achim Walder diese Aufgabe in verschiedenen Gremien gegenüber Verkehrsunternehmen, Verwaltungen und Politikern für die Fahrgäste war.

Dazu gehörten vor allem Vorträge bei Bürgerinitiativen, Parteien und in Fachgremien, die bis heute ein Teil seiner Arbeit sind. Die sich daraus ergebenden Kontakte führen häufig zu konkreten Anfragen, wie diese Ideen, Konzepte und Planungen umgesetzt werden können. Die Beratung und Unterstützung bei der Realisierung umweltfreundlicher Verkehrskonzepte sind ein wesentlicher Bereich seines aktuellen Engagements.
Ein weiterer Schwerpunkt seines Engagements richtet sich darauf, den Entwicklungen entgegen zu wirken, die in den 1980er Jahren begannen und sich darin äußerten, dass vor allem besonders in ländlichen Regionen weiter am ÖPNV gespart wurde, Fahrplantakte  ausgedünnt, Linien gestrichen wurden und die Bahnhöfe verfielen.

  • Bürgerbusse
    Da Achim Walder selbst kein Busunternehmen gründen wollte, bot sich nur die Möglichkeit mit einem BürgerBus den Nahverkehr in Eigenverantwortung zu verbessern. Mit Freunden und Gleichgesinnten nahm der BürgerBus Kreuztal 1998 seinen Betrieb auf. Vom Erfolg und der sozialen Wirkung überrascht, folgten die Bürgerbusse in Bad Laasphe, Wenden, Hilchenbach, Netphen, Neunkirchen, Erndtebrück, Finnentrop, Kirchhundem, Nümbrecht, u.a., für die er auch einige Jahre als Vorsitzender tätig war. Über diesen Erfolg berichtete er gerne in Vorträgen im In- und EU-Ausland.

Weitere Aktivitäten:

  • Arbeitskreis Schienenverkehr Südwestfalen
  • Bürgerinitiative Pro-Johannlandbahn
  • Fahrradinitiative Kreuztal-Hilchenbach
  • Interessenvertretung der Bus- und Bahnbenutzer Südwestfalen
  • Aktionsbündnis Bahnhof Siegen
  • Siegener Tafel